Navigation, Funktionsbereich oder Datei.
Trading Intelligence OS
Dieses Benutzerhandbuch beschreibt die Bedienlogik des Trading Intelligence OS auf Basis der kontrollierten Version 5.3.11 R2. Es trennt den Handelsarbeitsablauf bewusst vom technischen Deploymentpfad. P0 schafft belastbare Entscheidungsfähigkeit, P1 prüft den Edge im Shadow-/Paper-Betrieb; Live-Ausführung, Order-Aktionen, erzwungenes Lernen, PRT-Promotion und Änderungen an Brokerrechten bleiben im aktuellen P0/P1-Kanal gesperrt.
Wo. Warum. Wann. Wie.
Welches Problem die Funktion löst.
In welcher Situation sie sinnvoll ist.
Konkrete Schritte in sinnvoller Reihenfolge.
Der typische Weg durch das Projekt
- 1
Betriebszentrale öffnen und Daten-, Provider- und Betriebsstatus prüfen.
- 2
Quotes/Bars und Chartfrische prüfen; bei unvollständiger Datenlage keine scheinbar präzise Trade-Entscheidung ableiten.
- 3
Frühchancen, Ranking, Prognosen und Chart-Signale gemeinsam mit den Risikogates lesen.
- 4
Ergebnis als TRADE_CANDIDATE oder NO_TRADE dokumentieren; Nicht-Handeln ist ein reguläres Ergebnis.
- 5
Trade-Kandidaten ausschließlich im Shadow-/Paper-Pfad planen und mit Einstieg, Stop, Ziel, Größe, Kostenannahmen und Risikobudget dokumentieren.
- 6
Outcomes plausibilisieren und P1-Evidenz über Realisierbarkeit, Kalibrierung, Holdout/Walk-forward sowie Kosten/Slippage aufbauen.
- 7
IBKR-/Live-Orderpfad erst nach gesonderter P2-Freigabe öffnen.
Wo finde ich was?
Nur belegte UI-Namen werden als Navigation bezeichnet. Wo die genaue Menübezeichnung im dokumentierten Stand nicht verlässlich feststeht, nennt das Handbuch bewusst den Funktionsbereich statt einen erfundenen Menüpunkt.
Betriebszentrale / Dashboard
Navigation: Start und täglicher Handel > Dashboard bzw. Betriebszentrale
Hier beginnt der tägliche Arbeitsablauf. Der Bereich bündelt Systemzustand, Datenlage und die wichtigsten Handlungsindikatoren.
Immer zuerst, bevor Prognosen oder Signale als Entscheidungsgrundlage gelesen werden.
- System-/Providerstatus kontrollieren.
- Quote-/Bar-Frische und relevante Daten-Gates prüfen.
- Betriebsmodus und Blocker lesen.
- Nur bei gesunder Grundlage in Signale, Ranking und Prognosen wechseln.
Beachten: P0 verlangt Entscheidungsfähigkeit; ein laufender Datenpfad allein ist noch kein Trade-Kandidat.
Prognosen
Navigation: Start und täglicher Handel > Prognosen
Prognosen liefern eine Richtungs- bzw. Erwartungssicht. Sie sind ein Analysebaustein, nicht alleinige Kaufentscheidung.
Wenn ein Instrument nach Datenprüfung und Watchlist-Selektion vertieft werden soll.
- Instrument auswählen.
- Prognosehorizont und Aktualität prüfen.
- Richtungsprognose getrennt von Kalibrierung und Trade-R lesen.
- Nur mit Signal-, Risiko- und Datenstatus zusammen bewerten.
Frühchancen
Navigation: Start und täglicher Handel > Frühchancen
Der Bereich priorisiert frühe Setups, bevor sie zu einem vollständigen Trade-Plan werden.
Zur Ideenfindung und Priorisierung einer kleinen Zahl weiter zu prüfender Kandidaten.
- Rangliste öffnen.
- Datenstatus des Kandidaten prüfen.
- Begründung/Signalquellen lesen.
- Kandidaten in Watchlist übernehmen oder verwerfen.
Chart-Signale
Navigation: Start und täglicher Handel > Chart-Signale
Chart-Signale zeigen technische Muster und Zustände. Sie ergänzen Prognose und Markt-/News-Kontext.
Wenn ein Kandidat technisch bestätigt oder verworfen werden soll.
- Instrument und Zeitfenster wählen.
- Bar-Frische prüfen.
- Signale mit Prognose und Risiko vergleichen.
- Bei BLOCKED_BARS oder fehlenden Charts keine Scheingenauigkeit ableiten.
Beachten: Der kanonische Bars-/Chart-Pfad ist vom PRT-Shadow-Pfad getrennt.
Watchlist
Navigation: Start und täglicher Handel > Watchlist
Die Watchlist begrenzt den Arbeitsraum auf Instrumente, die tatsächlich beobachtet werden sollen.
Nach der Erstselektion und vor detaillierter Trade-Planung.
- Instrument aufnehmen oder entfernen.
- Beobachtungsgrund festhalten.
- Aktualität und Datenabdeckung kontrollieren.
- Nur aktive Kandidaten in nachfolgende Analyse übernehmen.
Portfolio
Navigation: Start und täglicher Handel > Portfolio
Portfolio trennt bestehende Exponierung von neuen Ideen. Dadurch wird eine gute Einzelidee nicht isoliert vom Gesamtrisiko betrachtet.
Vor jeder Positionsentscheidung und zur laufenden Bestandskontrolle.
- Bestehende Positionen prüfen.
- Exposure und verfügbare Mittel erfassen.
- Neuen Trade gegen vorhandene Konzentrationen prüfen.
- Ergebnis in Risiko übernehmen.
Risiko
Navigation: Start und täglicher Handel > Risiko
Hier wird aus einer Analyse eine begrenzte, verantwortbare Position. Kapitalerhalt steht vor Renditedruck.
Unmittelbar vor jeder geplanten Ausführung bzw. Shadow-Order.
- Risikobudget festlegen.
- Einstieg, Stop und Ziel prüfen.
- Positionsgröße aus Risiko und Distanz ableiten.
- Kosten/Slippage berücksichtigen.
- Trade nur weitergeben, wenn Limits eingehalten werden.
Ausführung
Navigation: Start und täglicher Handel > Ausführung
Der Bereich ist der kontrollierte Übergang von einer begründeten Entscheidung zu einer später möglichen Order. Im aktuellen P0/P1-Kanal dient er ausschließlich der Shadow-/Paper- und Sicherheitsprüfung.
Nur nach vollständigem Risiko- und Freigabecheck.
- Routing-/Betriebsmodus prüfen.
- Live-Execution und Order-Aktionen nicht freigeben.
- Trade-Plan im Shadow-/Paper-Pfad dokumentieren.
- IBKR erst nach P0/P1-Abnahme und gesonderter P2-Freigabe verwenden.
Beachten: ops/release.json sperrt im P0/P1-Kanal Live Execution, Order-Aktionen, Force-Learning, PRT-Promotion und Brokerrechtsänderungen.
Validierung und Datenqualität
Navigation: Analyse und Kontrolle > Validierung; Daten und Quellen > Datenqualität
Diese Bereiche beantworten, ob die Grundlage der Analyse belastbar ist.
Bei ungewöhnlichen Scores, fehlenden Charts, Widersprüchen oder vor Lernfreigaben.
- Quote-/Bar-Frische und Mapping kontrollieren.
- Kanonische Charts/Bars separat vom Shadow-Pfad prüfen.
- Unplausible Outcomes und stale Daten fail-closed behandeln.
- P0 erst dann als bestanden behandeln, wenn TRADE_CANDIDATE/NO_TRADE aus einer belastbaren Datenlage abgeleitet werden kann.
Lernen
Navigation: Analyse und Kontrolle > Lernen
Lernen soll aus belastbaren Ergebnissen Muster ableiten. Schlechte Daten dürfen nicht in bessere Scores umetikettiert werden.
Erst nach plausibilisiertem Outcome und gesunder Datenlage.
- Outcome-Verfügbarkeit prüfen.
- Plausibilitätsstatus lesen.
- Richtung, Trade-R und später reale Kosten getrennt bewerten.
- Lernfreigabe nur bei gesunden Gates zulassen.
Backtest
Navigation: Strategien und Dokumentation > Backtest
Backtest, Holdout und Walk-forward helfen in P1 zu prüfen, ob ein beobachteter Edge außerhalb des Trainingsfensters und unter realistischen Kostenannahmen trägt.
Bei Strategieänderungen oder zur Holdout-/Kalibrierungsprüfung.
- Strategie und Zeitraum wählen.
- Datenqualität des Testzeitraums prüfen.
- Holdout/Walk-forward vom Trainingsfenster trennen.
- Kosten- und Slippage-Annahmen dokumentieren.
- Kalibrierung und Robustheit gegen Regimewechsel prüfen.
Journal / Transaktionsbuch
Navigation: Strategien und Dokumentation > Journal bzw. Transaktionsbuch
Hier bleibt nachvollziehbar, warum eine Entscheidung getroffen wurde und was daraus geworden ist.
Nach Analyse, Shadow-Trade oder realem Trade; außerdem für spätere Ursachenanalyse.
- Entscheidungsgrund dokumentieren.
- Planwerte und tatsächliche Werte getrennt festhalten.
- Outcome ergänzen.
- Abweichungen und Lernpunkte markieren.
PRT-Bridge / Quellen / Routinen
Navigation: Daten und Quellen > Quellen / Import / Datenqualität / Routinen
Dieser Bereich verwaltet den Datenzufluss. Die PRT-Bridge R5 liefert aktuell reale Marktbeobachtungen in den Shadow-Pfad.
Bei Start, Störung, Mapping-Fehlern oder vor Promotion-Entscheidungen.
- PRT Runtime und Bridge starten/prüfen.
- Gerätebindung prüfen.
- Beobachtungszahl, Mapping und Bid/Ask kontrollieren.
- Routinen/Imports auf Fehler prüfen.
- Erst bei stabiler Dauer die nächste Promotion-Stufe prüfen.
Steuerung / Policies / Einstellungen
Navigation: System und Governance > Steuerung / Policies / Einstellungen
Hier werden Regeln und technische Betriebsparameter verwaltet, nicht einzelne Trades.
Bei Systempflege, Freigaben oder Änderung von Schutzregeln.
- Aktuellen Betriebsmodus prüfen.
- Policies vor Änderung dokumentieren.
- Fail-closed-Regeln nicht als Komfortoption behandeln.
- Änderungen anschließend mit Preflight/Negativtests prüfen.
Deployment Control Plane
Technischer Betriebsweg: privates GitHub-Repository > CI / Runtime Audit / Stage Candidate
Der Entwicklungspfad soll schneller werden, ohne einen allgemeinen SSH- oder Produktions-Schreibzugang zu öffnen. Audit und Staging bleiben deshalb technisch vom Production-Deploy getrennt.
Bei Diagnose, Vorprüfung und Vorbereitung einer neuen konsolidierten Version.
- Bereinigten Repository-Stand und CI prüfen.
- Read-only Runtime Audit nur über den eingeschränkten Forced-Command-SSH-Pfad ausführen.
- Kandidaten inhaltsadressiert stagen und Hash/Manifest prüfen.
- Stage-Erfolg nicht mit Production-Deploy oder Handelsfreigabe gleichsetzen.
Beachten: Der aktuelle Gate-v2-Quellstand autorisiert keine Produktionsmutation.
Vom Ziel zum Bedienpfad
P0: Von Marktdaten zu TRADE_CANDIDATE oder NO_TRADE
- Betriebszentrale: Daten-/Providerstatus prüfen.
- Quotes/Bars und Charts auf Frische/Konsistenz prüfen.
- Frühchancen/Ranking als Kandidatenselektion lesen.
- Prognose und Chart-Signale gegen die These prüfen.
- Risiko-Gates anwenden.
- Ergebnis ausdrücklich als TRADE_CANDIDATE oder NO_TRADE dokumentieren.
P1: Einen Trade-Kandidaten als Edge-Evidenz prüfen
- Trade-Plan mit Einstieg, Stop, Ziel, Größe und Kostenannahmen dokumentieren.
- Shadow-/Paper-Ausführung erfassen.
- Outcome nur bei plausibler Datenlage schließen.
- Richtung und Trade-R getrennt bewerten.
- Slippage/Kosten und Realisierbarkeit berücksichtigen.
- Holdout/Walk-forward und Kalibrierung prüfen.
Eine neue Version sicher vorbereiten
- Repository-/CI-Status prüfen.
- Read-only Runtime Audit ausführen.
- Release-Kandidat stagen und Hash/Manifest verifizieren.
- Keine Produktionsmutation aus Audit/Stage ableiten.
- Konsolidierten Release erst nach eigener Freigabe und Rollback-/Regressionstest produktiv setzen.
Fehlerbild verstehen, nicht nur wegklicken
Was dieses Handbuch nicht behauptet
Version 5.3.11 R2 ist der aktuelle kontrollierte Source-/Produktionsbasis-Stand, aber keine Freigabe für automatischen Live-Handel. Im P0/P1-Kanal sind Live Execution, Order-Aktionen, erzwungenes Lernen, PRT-Promotion und Änderungen an Brokerrechten ausdrücklich gesperrt. Der neue Deployment-Control-Plane-Code dient Audit und Staging; eine Produktionsmutation ist damit nicht autorisiert.
Arbeitsstand: 5.3.11 R2. Bei laufenden Entwicklungsfassungen können einzelne Oberflächenbezeichnungen später abweichen; der Funktionszweck und die dokumentierte Bedienlogik bleiben die Referenz dieses Handbuchstands.